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Walter Benjamin und die geschichtspassage

Walter BenjaminWarum um alles in der Welt nennen die Herausgeber einer Geschichtsseite ihre Domain “geschichtspassage”?

Eine einfache Antwort. Kennen Sie Walter Benjamin? Dieser große Schriftsteller des 20. Jahrhunderts schrieb das - zu seinen Lebzeiten nicht fertig gestellte und erst posthum veröffentlichte - Passagenwerk. In diesem Werk versuchte Benjamin, vom Standpunkt des historischen Materialismus ausgehend, die Geschichte des 19. Jahrhunderts neu zu deuten. Die “Pariser Passagen” dienten ihm dazu als Aufhänger, um in einzelnen Kapiteln die Gesellschaft zu erklären. Daher der Name “Passagenwerk”. Walter Benjamin konnte sein Werk nicht vollenden. Als Jude musste er 1933 Deutschland verlassen.

Im Juni 1940 flieht Benjamin nach dem Einmarsch der deutschen Truppen von Paris aus nach Lourdes in Südfrankreich. Doch auch dort fühlt er sich vor den Schergen der Nazis nicht sicher. In einer kräftezehrenden Flucht über die Pyrenäen versucht er nach Spanien zu entkommen. Aus Furcht, von den spanischen Behörden an die Nazis überstellt zu werden, nimmt sich Walter Benjamin am 26. September 1940 in dem spanischen Grenzort Port-Bou das Leben.

Dieser Beitrag soll an einen großen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts erinnern und Ihnen die nicht gestellte Frage beantworten, warum die geschichtspassage “geschichtspassage” heißt.

Mehr zu Walter Benjamin bei Wikipedia und bei der Walter Benjamin - Gesellschaft

Kategorie: Panorama   Keine Kommentare »
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