Seien Sie froh, dass wir unsere Rechnung heute mit arabischen Ziffern bekommen. Somit kann uns dabei keiner so schnell ein X für ein U vormachen. Damals aber, als noch mit römischen Zahlen gerechnet wurde, war dies anders. Auch früher schon ließ man seine Zeche anschreiben. Der Wirt tat dies üblicherweise mit Kreide. Es konnte dabei leicht passieren, dass aus dem V, das Zahlzeichen für 5, leicht ein X, das Zahlzeichen für 10, wurde. Der Wirt hatte dem Kunden praktisch das doppelte berechnet, ihn also über den Tisch gezogen. Aus der Zeit des Anschreibens mit Kreide stammt übrigens auch der Ausdruck in der Kreide stehen.Sprichwort Redensart Stephan Gärtner
Heute vor 100 Jahren wurde Astrid Lindgren geboren. Auch wir wollen daran erinnern. Mit einem einzigen Wort: Danke!
Weitere Infos über Astrid Lindgren finden Sie hier.
Ich denke, dass so mach ein geneigter Leser damals gerne zu denjenigen gehört hätte, die etwas ausfraßen. Denn im Mittelalter wurden Schuldnern, die ihre Steuern nicht zahlen wollten oder konnten, als Strafe sogenannte Fresser ins Haus geschickt. Diese bedienten sich solange an den Vorräten des Schuldners, bis dieser zahlte oder die Vorräte aufgegessen waren, was meistens den Ruin bedeutete. In diesem Fall fraßen sie alles aus.
Heutzutage hat diese Redewendung eher eine negative Bedeutung.Sprichwort Redensart Stephan Gärtner
Schon im frühen Mittelalter fand im wahrsten Sinne des Wortes ein Wettrüsten statt. Die Waffen wurden immer moderner. Also mussten die Rüstungen entsprechend verbessert und erweitert werden. Dies führte dazu, dass man irgendwann nicht mehr erkennen konnte, wer hinter dem Helmvisier und den schweren Blechplatten steckte. Aus diesem Grund wurde auf den Schild das Wappen des betreffenden Ritters gemalt. Je nachdem was der Gegenüber also im Schilde führte, konnte man erkennen, ob man Freund oder Feind vor sich hatte.Sprichwort Redensart Stephan Gärtner
Nein, ich will hier nicht über den angeblichen Werteverfall klagen. Der wird schon bis zum Erbrechen von ewig Gestrigen geführt. Dieses Lamento ist ebenso reaktionär wie falsch. Denn jede Generation und Gesellschaft schafft sich ihre Werte immer wieder aufs Neue. Das zeigt die Geschichte. Somit gilt das auch für tradiertes Brauchtum. …
Vielleicht haben Sie gerade gedacht: “Ich weiß, das kommt aus dem Jiddischen von hech supha”.
Zugegeben, das ist die bekannteste Erklärungsvariante über die Herkunft dieser Redensart. Doch für viele Sprachforscher ist diese falsch.
Richtig ist zwar, dass “hech” mit “wie” und “supha” mit “Sturmwind” übersetzt wird. Falsch ist aber die inhaltliche Bedeutung. Denn “hech” hat nicht die vergleichende Bedeutung des deutschen Wortes “wie”, sondern die eines Fragewortes. So wird aus “hech supha” nicht “wie ein Sturmwind” sondern “Wie? Sturmwind!”.
Ein weiteres Argument, das gegen die landläufige Herkunftserklärung spricht, ist die Tatsache, dass “hech supha” in keiner einzigen jiddischen Niederschrift jemals erwähnt wurde. Eine Floskel, die es nicht gibt, kann daher auch nicht falsch verstanden und lautmalerisch in eine andere Sprache übernommen werden.
Wahrscheinlich stammt die Redensart doch von der Fischsuppe, die in Preußen relativ scharf gewürzt war. Das Brennen im Mund wurde häufig als ziehen beschrieben. Auch zu Schmerzen in der Brust sagte man oft: “Dat tit wie Hechtsupp”.
Ganz klären lässt sich die genaue Herkunft wohl nicht. Man kann nur sagen, welche die wahrscheinlichste ist.
Trotz allem: wir wissen ja, was gemeint ist. Oder was meinen Sie?Sprichwort Redensart Stephan Gärtner
Da sich die Tabellenstruktur in wordpress 2.3 in manchen Bereichen erheblich geändert hat und sich unser “Ticker”-Plugin anscheinend einiger Beliebtheit erfreut, haben wir das Plugin für wordpress ab Version 2.3 angepasst.
Sie können sich das Ticker-Plugin für WP-Version 2.3 und höher hier downloaden.
Das Plugin (V1.1) für ältere wordpress-Versionen finden sie hier.
Viel Spaß damit.
Wenn Sie diese Redewendung zu sehr beherzigen, werden Sie weniger die Anzahl der Sonnenstunden als vielmehr die Ihrer überflüssigen Pfunde beeinflussen. Denn dies ist ein typisches Beispiel für einen klassischen Übersetzungsfehler.
Das Problem, das wir heute nur zu gut von diversen Bedienungsanleitungen für unseren DVD-Player oder Flachbildfernseher kennen, gab es auch schon vor einigen hundert Jahren.
Das Sprichwort stammt aus dem Plattdeutschen und lautet in seiner ursprünglichen Form etwa so:
“Et dien Töller leddig, dann givt dat morgen goods wedder”.
Dies wurde etwas frei folgendermaßen übersetzt:
“Iss deinen Teller leer, dann gibt es morgen gutes Wetter”.
Doch “wedder” hat nicht nur die Bedeutung “Wetter” sondern auch “wieder”. Und somit heißt der Satz richtig übersetzt eigentlich so:
“Iss deinen Teller leer, dann gibt es morgen gutes wieder” (zu essen).
Also, wenn Sie demnächst wieder mal vor Ihrem Essen kapitulieren müssen, ist das kein Problem. Verlassen Sie sich ganz einfach auf die Vorhersagen von Kachelmann, Wesp, Horneffer und Co.Sprichwort Redewendung Redensart Stephan Gärtner