Am 11. Februar 1948 starb einer der größten Filmregisseure aller Zeiten in Moskau: Sergej Eisenstein. Seine Filme gehören zu dem Besten, was das Kino je hervorbrachte. Wie oft seine Schnitt- und Collagetechniken von nachfolgenden Regisseuren kopiert wurden, ist nicht überliefert.
So wurde sein berühmtester Film “Panzerkreuzer Potemkin” mehrfach zum einflussreichsten Film aller Zeiten gekürt. Der 1925 gedrehte Stummfilm setzt sich mit dem Aufstand der Besatzung des russischen Kriegsschiffes Potjomkin im Jahre 1905 auseinander.
Weitere berühmte Werke von Eisenstein sind der 1939 entstandene Film “Alexander Newski” und die in den Jahren 1945 und 1946 entstandenen Filme über “Iwan den Schrecklichen”. Allesamt Meisterwerke und Filmlegenden.
Eine Liste aller Filme von Eisenstein finden Sie in der Internet Movie Database, eine gute Biographie und weitere Informationen auf der film-zeit.de.
Der für die amerikanische Nachrichtenagentur AP arbeitende Fotojournalist Eddie Adams begleitet am 1. Februar 1968, kurz nach Beginn der sogenannten Tet-Offensive, in Saigon einen Trupp südvietnamesischer Soldaten. In einem Hauseingang nehmen die Uniformierten einen Mann fest, den sie für einen Vietcong halten. Wenige Schritte weiter begegnet ihnen der Polizeichef der Stadt, General Nguyen Ngoc Loan. In dem Augenblick, in dem Eddie Adams diese Szene fotografieren will, zieht der General seine Pistole und erschießt den Gefangenen. Im selben Moment drückt Adams auf den Auslöser.
Das Bild ging um die Welt und die Welt war erschüttert. Erste Zweifel am Einsatz der amerikanischen Truppen in Vietnam kamen auf. Das Bild, das Eddie Adams am 1. Februar 1968 machte, wurde, neben wenigen anderen, zur Ikone des schmutzigen Krieges in Vietnam.
Adams erhielt später für seine Aufnahme den Pulitzer-Preis. In den nachfolgenden Links sehen Sie das Bild und erfahren mehr zu den Hintergründen.
Die Seite digitaljournalist.com stellt neben dem Bild von Adams weitere berühmte Presseaufnahmen vor. Hintergründe zu der Aufnahme können Sie hier nachlesen.
Es ist Mittag des 19. Januar 1978: Im Volkswagen-Werk in Emden läuft ein dakotabeige lackierter Käfer vom Montageband. Verkauft wurde der Wagen nie. Denn er war der letzte seiner Baureihe, der in Deutschland gefertigt wurde. Der 19. Januar markiert das Ende einer deutschen Industrielegende.
In den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts war der “Käfer” das Symbol für den Wirtschaftsaufschwung schlechthin. Mit dem vollbeladenen Wagen über die Alpen hin zu südlichen Gestaden zu fahren, blieb Dank des “Volksautos” für unzählige Deutsche kein Traum mehr. Das Stammwerk des Käfers in Wolfsburg konnte die hohe Nachfrage kaum noch befriedigen. So wurde 1964 in der ostfriesischen Stadt Emden ein Werk nur für den Bau dieses Wagens errichtet.
Bis zum Januar 1978 wurden dort mehr als 2,36 Millionen Käfer produziert. Imposant ist auch die Zahl der Gesamtproduktion dieses Autotyps: Mit 21.529.464 gebauten Wagen ist der Käfer das beliebteste Auto aller Zeiten. Nachdem der letzte Käfer in Emden vom Montageband lief, fertigte der Konzern den Wagentyp noch bis 2003 in Mexiko.
Den dakotabeige lackierten Käfer kann man heute noch im Empfangsbereich des Emdener Werk bewundern.
Nur ein einziger der vier Evangelisten erwähnt die Episode: Bei Matthäus heißt es, dass Sterndeuter aus dem Osten kamen und dem Kind huldigten. Weder erwähnt er ihre Zahl, ihre Namen noch ihre Heimatländer, in die sie später zurückkehrten.
Knapp 1200 Jahre später. Feierlich werden die Reliquien der drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar in die freie Reichsstadt Köln überführt. Und jeder, der dabei war, glaubt wirklich: dies sind die Gebeine der drei Personen aus dem Morgenlande, die, von einem Stern gelenkt, nach Bethlehem zogen, den neugeborenen Jesus fanden und ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe schenkten!
Am 1. November feiern Christen das Fest Allerheiligen. Ein Anlass für viele Menschen, die Gräber ihrer Angehörigen zu besuchen, sie zu schmücken und eine Kerze zu entzünden. Doch diese Tradition ist - aus historischer Sicht betrachtet - noch gar nicht so alt. Begeben Sie sich mit uns doch einmal auf eine Zeitreise in das 16. Jahrhundert. Wie sahen damals Friedhöfe aus? Wir haben recherchiert und den Grafiker Joachim Krause beauftragt, nach unseren Ergebnissen einmal eine Rekonstruktionszeichnung zu erstellen.
Der erste Eindruck wird Sie sicher irritieren: Sie sehen keine blumengeschmückten Einzelgräber, sondern nur viele schlichte und anonyme Holzkreuze. Nun, es sei daran erinnert, wir befinden uns in einer Zeit des Wechsels vom Mittelalter zur frühen Neuzeit! Einzelgräber sind bis auf einige ganz wenige fast unbekannt. Wenn auch der Tod in der Vorstellung der Menschen nur eine Zwischenstation vom Leben zum leuternden Fegefeuer darstellt um als Seele dann endlich in die ewige Seligkeit oder auf direktem Wege in die ewige Verdammnis einzugehen, so muss die gesellschaftliche Rangordnung auch hier auf dem Gottesacker gewahrt bleiben. Wieso benötigen Menschen, die schon zu Lebzeiten mit vielen Personen unter einem Dach wohnten, ein eigenes Grab?
Schauen wir uns einige Szenen genauer an. Im Zentrum des Bildes sehen wir eine Beerdigung. Gerade heben Freunde des Verstorbenen den in Tücher gewickelten Leichnam aus dem Sarg, um ihn jetzt in das Grab zu legen. Ein Sarg bedeutete Luxus. In aller Regel liehen sich die Angehörigen für die Dauer der Aufbahrung und der Trauerzeremonie in der Kapelle einen schlichten Holzsarg aus. Ungeduldig schon wartet der Totengräber darauf, seine Arbeit abzuschließen: Kalk in die Grube streuen und dann die Erde obendrauf.
Links im Bild sehen wir eine junge Frau, die am Grab ihres totgeborenen und nicht getauften Säuglings trauert. Damit diese armen und jungen Seelen wenigstens den Hauch einer Chance haben, in das Himmelreich einzugehen, beerdigte man sie direkt an der Kirchenmauer. Warum? Nun, man glaubte, dass das vom Kirchendach herabfließende Wasser diese unschuldigen Kinder noch wenigstens in Ansätzen taufte. Glaube versetzt eben manchmal Berge.
Weniger um Glauben als um handfestere Dinge scheint es einige Meter weiter zu gehen.
Ein Stadtbediensteter verliest gerade am Grab eines Verstorbenen das Testament. Das war zu jenen Zeiten durchaus Brauch.
Bevor wir diesen Ort der Stille verlassen, sollten Sie noch einmal einen Blick auf den Ausgang werfen.
Erkennen Sie das im Boden eingelassene Gitter? Dies ist ein sogenannter Beinbrecher. Um in der Stadt frei herumlaufende Schweine und andere Huftiere von den Gräbern fernzuhalten, baute man diese Einrichtungen in die Tore ein.
Einen Blick auf das ganze Areal eines Stadtfriedhofs im 16. Jahrhundert können Sie hier werfen.
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Traurig, dachten die Einen, endlich die Anderen. Als die letzte ihrer Gattung am 26. Oktober 1977 den Bahnhof Rheine erreichte, war das ein Abschied für immer: die Deutsche Bundesbahn stellte an jenem Tag den offiziellen Betrieb von Dampflokomotiven ein. Am nächsten Tag wurden auf der letzten von Dampflokomotiven befahrenen Strecke zwischen Emden und Rheine die Güter- und Personenwagen nur noch durch Dieselloks gezogen. Doch ganz verschwunden sind die dampfenden Stahlrösser vom Schienennetz der DB nicht: Als Museumsbahnen verdienen sich manche der Ungetüme auch heute noch ihr Gnadenbrot. Wenn Sie wissen wollen wo, hier finden Sie mehr dazu. Und der letzten Dampflok vom 26.10.1977 können Sie heute noch Ihre Ehre erweisen: am Bahnhof von Salzbergen.