Auf Grund der damals noch nicht vorhandenen Kommunikationstechniken und der gewaltigen Entfernungen auf dem amerikanischen Kontinent hatten die Bürger keine Möglichkeit, Präsidentschaftskandidaten direkt kennen zu lernen. Darum entsandten sie Delegierte ihres Vertrauens in die einzelnen Wahlgremien.
Dieser historische Hintergrund ist wichtig, um das komplizierte Wahlverfahren in den USA zu verstehen. In unserer Flash-Animation zeigen und erklären wir Ihnen diesen langwierigen Weg von den Vorwahlen bis zur Vereidigung des neuen Präsidenten.
Als Lehrmaterial zum Thema Wahlen in den USA können Sie sich gerne die Flash-Animation als Zip-Datei zum Einsatz im Unterricht hier downloaden.
Vor wenigen Tagen jährte sich zum zweihunderstenmal der Geburtstag eines Malers, der, wie wir meinen, ein wenig verkannt wird. Seine Bilder zeigen eine Idylle. Ob das Leben in jenen Jahren aber wirklich so nett und lieblich war, wagen wir doch zu bezweifeln. Am Horizont zeichneten sich die Vorboten einer neuen Zeit ab, die man später das industrielle Zeitalter nannte. Und politisch war die Gesellschaft alles andere als harmonisch und weltoffen.
Eigentlich wollte der Maler auch gar keine Idylle zeigen, sondern mit seinen Bildern manch spießige Zeitgenossen aufs Korn nehmen. Wir glauben, dass ihm das hervorragend gelungen ist. Wer ist nun dieser Maler? Wir haben seinen zweihundersten Geburstag zum Anlass genommen, um Sie zum Raten zu animieren. Links sehen Sie eine Collage, in der einige seiner berühmtesten Bilder eingearbeitet sind.
Wissen Sie, wer der Maler war? Kommende Woche verraten wir es Ihnen!
Hier die Auflösung: Natürlich bezog sich unser kleines Rätsel auf Carl Spitzweg, der am 5. Februar 1808 geboren wurde.
Am 11. Februar 1948 starb einer der größten Filmregisseure aller Zeiten in Moskau: Sergej Eisenstein. Seine Filme gehören zu dem Besten, was das Kino je hervorbrachte. Wie oft seine Schnitt- und Collagetechniken von nachfolgenden Regisseuren kopiert wurden, ist nicht überliefert.
So wurde sein berühmtester Film “Panzerkreuzer Potemkin” mehrfach zum einflussreichsten Film aller Zeiten gekürt. Der 1925 gedrehte Stummfilm setzt sich mit dem Aufstand der Besatzung des russischen Kriegsschiffes Potjomkin im Jahre 1905 auseinander.
Weitere berühmte Werke von Eisenstein sind der 1939 entstandene Film “Alexander Newski” und die in den Jahren 1945 und 1946 entstandenen Filme über “Iwan den Schrecklichen”. Allesamt Meisterwerke und Filmlegenden.
Eine Liste aller Filme von Eisenstein finden Sie in der Internet Movie Database, eine gute Biographie und weitere Informationen auf der film-zeit.de.
Der für die amerikanische Nachrichtenagentur AP arbeitende Fotojournalist Eddie Adams begleitet am 1. Februar 1968, kurz nach Beginn der sogenannten Tet-Offensive, in Saigon einen Trupp südvietnamesischer Soldaten. In einem Hauseingang nehmen die Uniformierten einen Mann fest, den sie für einen Vietcong halten. Wenige Schritte weiter begegnet ihnen der Polizeichef der Stadt, General Nguyen Ngoc Loan. In dem Augenblick, in dem Eddie Adams diese Szene fotografieren will, zieht der General seine Pistole und erschießt den Gefangenen. Im selben Moment drückt Adams auf den Auslöser.
Das Bild ging um die Welt und die Welt war erschüttert. Erste Zweifel am Einsatz der amerikanischen Truppen in Vietnam kamen auf. Das Bild, das Eddie Adams am 1. Februar 1968 machte, wurde, neben wenigen anderen, zur Ikone des schmutzigen Krieges in Vietnam.
Adams erhielt später für seine Aufnahme den Pulitzer-Preis. In den nachfolgenden Links sehen Sie das Bild und erfahren mehr zu den Hintergründen.
Die Seite digitaljournalist.com stellt neben dem Bild von Adams weitere berühmte Presseaufnahmen vor. Hintergründe zu der Aufnahme können Sie hier nachlesen.
Es ist Mittag des 19. Januar 1978: Im Volkswagen-Werk in Emden läuft ein dakotabeige lackierter Käfer vom Montageband. Verkauft wurde der Wagen nie. Denn er war der letzte seiner Baureihe, der in Deutschland gefertigt wurde. Der 19. Januar markiert das Ende einer deutschen Industrielegende.
In den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts war der “Käfer” das Symbol für den Wirtschaftsaufschwung schlechthin. Mit dem vollbeladenen Wagen über die Alpen hin zu südlichen Gestaden zu fahren, blieb Dank des “Volksautos” für unzählige Deutsche kein Traum mehr. Das Stammwerk des Käfers in Wolfsburg konnte die hohe Nachfrage kaum noch befriedigen. So wurde 1964 in der ostfriesischen Stadt Emden ein Werk nur für den Bau dieses Wagens errichtet.
Bis zum Januar 1978 wurden dort mehr als 2,36 Millionen Käfer produziert. Imposant ist auch die Zahl der Gesamtproduktion dieses Autotyps: Mit 21.529.464 gebauten Wagen ist der Käfer das beliebteste Auto aller Zeiten. Nachdem der letzte Käfer in Emden vom Montageband lief, fertigte der Konzern den Wagentyp noch bis 2003 in Mexiko.
Den dakotabeige lackierten Käfer kann man heute noch im Empfangsbereich des Emdener Werk bewundern.